Motorradhandschuhe mit Protektoren: Notwendig oder Overkill?

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aktualisiert am 23. August 2026

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Sind Motorradhandschuhe mit Protektoren wirklich notwendig oder reichen einfache Lederhandschuhe für den Alltag aus?

Motorradhandschuhe mit Protektoren wurden entwickelt, um die Hände während der Fahrt und im Falle eines Sturzes zu schützen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Lederhandschuhen bestehen sie aus abriebfesten Materialien, verfügen über zertifizierte Protektoren und eine Konstruktion, die das Risiko verringert, dass der Handschuh von der Hand rutscht. Genau diese Eigenschaften können sowohl auf dem täglichen Arbeitsweg als auch auf längeren Touren einen entscheidenden Unterschied machen.


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Was passiert mit den Händen eines Motorradfahrers beim Kontakt mit dem Asphalt?

Der menschliche Überlebensinstinkt ist unnachgiebig – sobald wir das Gleichgewicht verlieren, strecken wir reflexartig die Hände nach vorne aus, um den Sturz abzufangen. Dadurch treffen die Hände meist zuerst und mit voller Wucht auf den Boden und sind anschließend der gesamten Reibungskraft des Asphalts ausgesetzt. Die größten Risiken sind:

  • Extreme Reibungskräfte – Beim Kontakt mit dem Asphalt werden Haut und Weichteile innerhalb kürzester Zeit stark abgeschürft. Selbst bei vergleichsweise niedrigen Geschwindigkeiten kann dies zu großflächigen Schürfwunden und tiefen Verletzungen der Hände führen.
  • Gefahr von Quetschungen und Knochenbrüchen – Der Aufprall auf Bordsteine, den Lenker oder den Asphalt setzt enorme Kräfte frei. Ohne geeigneten Schutz können die feinen Knochen der Hand und des Handgelenks leicht kompliziert brechen.
  • Verletzungen von Nerven und Sehnen – Die Hand ist ein äußerst komplexes und dicht mit Nerven sowie Blutgefäßen durchzogenes Körperteil. Tiefe Abschürfungen können Sehnen freilegen und Nerven schädigen, was häufig langwierige und schmerzhafte Rekonstruktionsoperationen erforderlich macht.

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Motorradhandschuhe mit Protektoren oder gewöhnliche Lederhandschuhe – worin liegt der Unterschied?

Normale Lederhandschuhe werden in erster Linie dafür entwickelt, vor Kälte zu schützen und gut auszusehen. Das verwendete Leder ist dünner, weicher und meist mit Baumwollgarn vernäht. Beim Kontakt mit rauem Asphalt können solche Nähte rasant reißen, und auch das Material wird bereits beim ersten Bodenkontakt stark beschädigt. Professionelle Motorradbekleidung – einschließlich spezieller Motorradhandschuhe – basiert dagegen auf einer völlig anderen Technologie:

  • Dickes, widerstandsfähiges Leder und robuste Nähte – Motorradhandschuhe werden aus ausgewähltem Ziegen-, Känguru- oder Rindsleder mit einer Stärke von über 1 mm gefertigt. Die einzelnen Lagen werden mit reißfesten und hitzebeständigen Garnen doppelt oder dreifach vernäht.
  • Harte Knöchelprotektoren – Sie bestehen aus TPU, Carbon oder energieabsorbierenden Materialien. Beim Aufprall verteilen sie die auftretenden Kräfte und schützen die Gelenke.
  • Handballen- und Handgelenk-Slider – Diese harten Kunststoffelemente auf der Innenhand sorgen dafür, dass die Hand bei einem Sturz kontrolliert über den Asphalt gleitet.

Ein Beispiel für solche Lösungen sind die zertifizierten Motorradhandschuhe der Marke Rebelhorn. Wer sie bei autorisierten Händlern kauft und den Kauf innerhalb von 14 Tagen online registriert, kann kostenlos am fünfjährigen Schutzprogramm teilnehmen.


Wie wählt man im Fachgeschäft die richtige Handschuhlänge und -weite?

Selbst das beste Modell erfüllt seine Schutzfunktion nicht, wenn es nicht richtig passt. Zu lockere Handschuhe können während der Fahrt oder bei einem Sturz verrutschen, während zu enge Modelle die Beweglichkeit der Finger einschränken und den Tragekomfort mindern.

Bei der Anprobe solltest du folgende Punkte überprüfen:

  • Schließe die Hand um den Gasgriff oder greife den Motorradlenker.
  • Achte darauf, dass sich die Finger frei bewegen lassen und nicht übermäßig gedrückt werden.
  • Kontrolliere, ob der Knöchelprotektor exakt über den Fingerknöcheln sitzt.
  • Überprüfe, ob der Verschluss den Handschuh sicher am Handgelenk fixiert.
  • Stelle sicher, dass die Stulpe sauber mit dem Ärmel der Motorradjacke abschließt.

Gut sitzende Motorradhandschuhe sollten bereits bei der ersten Anprobe bequem sein und gleichzeitig sicher und stabil an der Hand anliegen.

Motorradhandschue mit Protektoren

Defender Motorradhandschuhe Rot

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